Akupunktur (TCM) als Therapie

Meridian
Akupunktur-Meridian

Mit dem Erscheinen des Huangdi Neijing (Inneren Klassikers des Gelben Fürsten), eines Gründungswerkes, wird die Geburtstunde der traditionellen Heilweise Chinas auf 200 Jahre vor Christus datiert.

Diese Lehre entwickelte sich zu einem hochleistungsfähigen Heilsystem, erlebte durch die Jahrtausende Blütezeit und Niedergang und wurde in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts in China aus der drohenden Vergessenheit gerettet. Heute ist die Traditionelle Chinesische Medizin nicht zuletzt dank deutscher, französischer und amerikanischer Ärzte und Sinologen auch in China eine weitgehend gleichberechtigte Heilweise neben der westlichen Medizin.

Während die westliche Medizin für eine Krankheit eine isolierbare Ursache zu benennen und auszuschalten versucht (wie z.B. einen Erreger oder eine giftige Substanz), betrachtet die chinesische Medizin jede Krankheit als ein Muster von Disharmonien in und um den Patienten. Die Behandlung kann dadurch viel individueller auf den Patienten abgestimmt werden.

Die Akupunktur zielt darauf ab, sanfte Reize zu setzen. Sie regt die Selbstregulation an, um das gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen. In der Sprache der TCM übersetzt: Der beim Kranken gestörte Fluss des Qi (Chi) wird harmonisiert. Dies erfolgt durch die Nadelung bestimmter Punkte. Es sind insgesamt 361 solcher Akupunkturpunkte bekannt, die auf sog. Meridianen (Energieleitbahnen) am Körper angeordnet sind.