Wie behandeln Heilpraktiker?
Berufsstand
Heilpraktiker
Heilpraktiker ist eine in Deutschland geschützte
Tätigkeitsbezeichnung für Personen, die nach dem deutschen
Heilpraktikergesetz von 1939 eine staatliche Erlaubnis
besitzen, die Heilkunde auszuüben, ohne über eine ärztliche
Approbation zu verfügen.
Die meisten Heilpraktiker wenden in ihrer Praxis
ganzheitliche Heilverfahren der Naturheilkunde oder der
Alternativmedizin an.
Der Heilpraktikerberuf weist in Deutschland
neben dem Arzt die weitreichendsten therapeutischen
Befugnisse auf. Der Heilpraktiker darf im Rahmen der
gesetzlichen Grenzen eigenständig diagnostizieren und
therapieren, was medizinischen Hilfsberufen wie z.B. den
Physiotherapeuten und Krankenschwestern untersagt ist.
Er zählt zu den freien Berufen im Sinne von §18
Einkommensteuergesetz.
Verschreibungspflichtige Medikamente und Betäubungsmittel darf der Heilpraktiker nicht verordnen. Ein Behandlungsverbot für Heilpraktiker besteht bei meldepflichtigen Krankheiten und Geschlechtserkrankungen, für den Bereich der Zahnmedizin, der Strahlentherapie, der Leichenschau und der Geburtshilfe.
Behandlungsansatz des
Heilpraktikers
Der ganzheitliche Ansatz des Heilpraktikers umfasst auch
funktionelle körperliche Beschwerden (bei denen noch kein
schulmedizinischer Befund vorliegt) sowie Beschwerden aus dem
emotionalen und geistigen Bereich, die für die Schulmedizin
nicht bedeutsam sind. Persönliche Eigenschaften wie z.B.
Vorlieben für bestimmte Speisen, Wetterunverträglichkeiten
und der persönliche Biorhythmus (Tag-Nachtverhalten) spielen
dabei ebenso eine wichtige Rolle.
Für eine gründliche Aufnahme der Krankheitsgeschichte (Anamnese) seines Patienten nimmt sich der Heilpraktiker daher viel Zeit. Für eine Anamnese setzt er im Regelfall eine Stunde an, bei chronischen Krankheiten kann sie bis zu drei Stunden dauern.
Der Heilpraktiker wird den Patienten dazu anhalten, ein Tagebuch über seine Symptome zu führen und ihm ausreichend Zeit in den Folgebehandlungen einräumen, darüber zu berichten. Denn nur so kann er beurteilen, ob die gewählte Therapie anspricht und etwaige Änderungen bei den Symptomen einen Heilungsverlauf anzeigen.
Woran Sie einen guten Homöopathen erkennen
- Er hat in der Sprechstunde Zeit für Sie.
- Er lässt Sie über sich und Ihre Beschwerden reden.
- In geschickter Weise führt er Sie dazu, Ihre Probleme und Ihr Anliegen ausführlicher und deutlicher zu schildern.
- Nachdem Sie Ihre Ausführungen beendet haben, geht er mit Ihnen alle Symptome durch, um sie zu vervollständigen und klarer herauszuarbeiten.
- Am Ende der Befragung zieht er sein Repertorium zu Rate.
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